Projekt VZI (Versorgungszentrum Integration)
Was ist das VZI-Projekt und wer finanziert es?
Das VZI ist ein wegweisendes Integrationsprojekt im Ilmkreis, das von der Europäischen Union (AMIF-Fond), dem Freistaat Thüringen und der UNO-Flüchtlingshilfe finanziert wird. Zielsetzung ist es, zu zeigen. wie kurz- und langfristige Integration im ländlichen Raum verbessert und weiterentwickelt werden kann. Es startete am 1. Mai 2025.
Wie funktioniert das „Versorgungszentrum Integration“ genau?
Das VZI funktioniert ähnlich wie ein Medizinisches Versorgungszentrum im ländlichen Raum – nur eben für Integration.
Unser Welcome-Team – gewissermaßen unsere Aufnahmeärztinnen – ist die erste Anlaufstelle für neu zugewanderte Menschen. In diesem ersten Schritt versorgen wir sie mit allem Wissenswerten rund um Sprache, Integration und Arbeit in unserer Region und vernetzen sie.. Dazu erhalten sie eine mehrsprachige Informationssammlung in analoger und digitaler Form. Diese arbeitet mit Piktogrammen und einfachem Deutsch, um das Erlernen der deutschen Sprache von Beginn an zu unterstützen.
Parallel zur Aufnahme ins Projekt beginnt eine umfassende Bedarfsanalyse – unsere Röntgen- und MRT-Untersuchung. Ziel ist es, frühzeitig möglichen Unterstützungsbedarf im Integrationsprozess zu erkennen. Dieser wird von Anfang an mit passgenauen Hilfen aufgegriffen, etwa durch den Einsatz von Übersetzerinnen, Coaches, Nachhilfeangeboten oder Familienpatinnen.
Weitere zentrale Themenfelder wie Arbeit, Wohnen, Schule und Ausbildung, Traumata-Erfahrungen, Verbraucher- und Arbeitsrecht u. v. m. werden anschließend von unseren hauseigenen und externen Spezialist*innen – unseren Fachärztinnen – bearbeitet. Dabei kann das VZI auf ein starkes, gewachsenes Netzwerk in der Region zurückgreifen.
Im Hintergrund sorgen zwei Projektmanager*innen für die langfristige Perspektive: Sie behalten die nachhaltige Integration ebenso im Blick wie die zentralen Bereiche Teilhabe und Begegnung mit der Aufnahmegesellschaft. Sie organisieren Informationsveranstaltungen und Workshops, koordinieren sprach- und integrationsunterstützende Angebote wie Sprachcafés und Nachhilfe, vernetzen mit Vereinen und dem Ehrenamt und verantworten zudem die Ausbildung von Kultur- und Sprachmittler*innen. Auch die Entwicklung eines deutsch-migrantischen Online-Magazins gehört zu ihrem Aufgabenbereich.
Kurze Anleitung für Teilnehmende
- Wo finde ich das VZI und was sind die Öffnungszeiten?
- Welche Art von Dienstleistungen und Hilfe werden angeboten?
- Erstbegrüßung & Orientierung: Mehrsprachige Informationspakete (digital/gedruckt), einfache Sprachhilfen und Wegweisungen für die ersten Schritte in der Region.
- Persönliche Bedarfsanalyse: Eine vertrauliche Beratung zur Identifizierung Ihrer spezifischen Bedarfe in Bereichen wie Spracherwerb, Wohnen, Familienunterstützung, Zugang zu Bildung oder dem Verständnis lokaler Systeme.
- Maßgeschneiderte Unterstützungspläne: Direkte Hilfe durch Übersetzer:innen, Lerncoaches, Nachhilfelehrer:innen oder Familienpat:innen basierend auf Ihrer Analyse.
- Weitervermittlung an Spezialist:innen: Verbindung zu Expert:innen für komplexe Themen (Rechtsberatung, psychosoziale Unterstützung).
- Wie erhalte ich Dienstleistungen oder Hilfe vom VZI?
- Wer ist in dem Projekt beschäftigt?
- Willkommens- & Aufnahme-Spezialist:innen als Ihre ersten Ansprechpartner:innen.
- Projektmanager:innen, die die langfristigen Integrationsaktivitäten koordinieren.
- Ein Netzwerk externer Expert:innen („Fachärzt:innen“) in Bereichen wie Recht, Traumaberatung und Bildung.
- Kultur- & Sprachmittler:innen, die innerhalb des Projekts ausgebildet werden und ehrenamtlich aktiv werden.
- Was sind die Schwerpunkte des VZI?
- Effektives Ankommen: Orientierung geben, die Zukunft strukturieren und Ämter und Behörden dabei entlasten.
- Nachhaltige soziale Integration: Strukturierte, langfristige Unterstützung für die Teilhabe am sozialen und gemeinschaftlichen Leben bieten.
- Stärkung ländlicher Gemeinden: Aufzuzeigen, wie gelungene soziale Integration gegenseitiges Verständnis schafft und die Region des Ilm-Kreises belebt.
